Freizeitbad „ahoi“ Cuxhaven-Duhnen

Die Architekturfindung orientierte sich an einem in der Machbarkeitsstudie erarbeiteten Raumprogramm. Schwerpunkt war die Entwicklung des Bades hin zu einem familienorientierten Freizeit-Erlebnisbad. Wegen der Größe war eine europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen erforderlich.

Den Zuschlag erhielt nach Präsentation und Beratung der Entwurf, der unter Beibehaltung des Raumprogramms eindeutiger den „genius loci“, den Geist des Ortes umzusetzen versprach. So wird z. B. der Westbau des Bades durch eine zur Gebäudeachse gedrehte Scheibe geprägt, wodurch zum einen die konsequente Ausrichtung des Bades zur Insel Neuwerk ermöglicht, zum anderen die Nahtstelle zwischen Wasser und Land symbolisiert wird.
Spannung zwischen Geschlossenheit und Öffnung wird mit Glasbaukörpern und Lochfassaden erzeugt. Geschlossene Wände wurden durch Glasfassaden ersetzt, um die Anbindung der Neubauten erlebbar zu machen. Terrassen im Obergeschoss orientieren sich windgeschützt zur Nordsee. Die architektonische Gestik ist jedoch kein Selbstzweck. Durch sie werden Räume geschaffen, die dem Besucher eine differenzierte Nutzungsmöglichkeit eröffnen.
Im Zuge der Attraktivierung und Erweiterung des Freizeitbades wurde auch das Kurzentrum komplett dem neuen Gesundheitsbewusstsein der Gäste angepasst. Von der rein medizinisch klinischen Atmosphäre, die in der früheren Kuranlage herrschte, ist nichts mehr geblieben. In einer „Wellnessatmosphäre“ werden Physiotherapie, Schlickbäder, Gymnastik und Therapiebecken angeboten.

Auftraggeber: Bädergesellschaft Cuxhaven mbH
Bruttorauminhalt: 60.500 cbm
Wasserfläche: 1.350 qm
Herstellungskosten: 12,5 Mio. €